Halten Marder Winterschlaf? Warum Marder im Winter sogar aktiver werden.

Die Temperaturen fallen, Schnee und Frost überziehen die Landschaft und viele Haus- und Autobesitzer hoffen insgeheim, dass mit dem Winter auch die Marderprobleme ein Ende haben. Die Vorstellung, dass neben Igeln und Murmeltieren auch Marder sich in ihre Winterruhe zurückziehen, ist naheliegend.

Doch der Irrtum vom „Marder Winterschlaf“ ist nicht nur falsch, sondern kann zu teuren Überraschungen führen. Tatsächlich sind Marder in der kalten Jahreszeit besonders aktiv und suchen verstärkt warme und geschützte Plätze in menschlichen Siedlungen auf.

Halten Marder Winterschlaf?

Nein, Marder halten keinen Winterschlaf. Im Gegensatz zu Winterschläfern wie Igel, Murmeltier oder Siebenschläfer fahren Marder ihre Körperfunktionen im Winter nicht herunter und fallen nicht in eine monatelange Ruhephase. Sowohl Steinmarder als auch Baummarder, die beiden in Deutschland heimischen Arten, bleiben das ganze Jahr über aktiv und müssen kontinuierlich auf Nahrungssuche gehen.

Der falsche Glaube an den „Marder Winterschlaf“ entsteht möglicherweise dadurch, dass die Tiere in der kalten Jahreszeit ihre Aktivitätszeiten anpassen. Sie verbringen mehr Zeit in warmen Verstecken und konzentrieren ihre Jagdausflüge auf die wärmsten Stunden. Doch das bedeutet keineswegs, dass sie inaktiv sind – im Gegenteil: Gerade die Suche nach warmen Unterschlüpfen macht sie für Hausbesitzer und Autofahrer zu einem noch größeren Problem.

Diese Annahme führt dazu, dass viele Menschen im Winter ihre Wachsamkeit verlieren und auf präventive Marderabwehr verzichten. Das Ergebnis: Überraschende Schäden im Frühjahr, wenn die vermeintliche „Winterruhe“ vorbei ist und die Schäden entdeckt werden.

Marder im Winter: Verhalten und bevorzugte Rückzugsorte

Weil Marder auch im Winter aktiv bleiben, suchen sie gezielt nach warmen, geschützten Orten für ihre Ruhephasen zwischen den nächtlichen Jagdausflügen. Die kalte Jahreszeit macht sie dabei zu regelrechten „Wärmesuchern“, die menschliche Infrastruktur noch intensiver nutzen als in wärmeren Monaten.

Beliebte Winterquartiere von Mardern:

  • Dachböden und Zwischendecken – trocken, warm durch aufsteigende Heizungswärme, oft mit weichem Dämmmaterial ausgestattet
  • Motorräume von Fahrzeugen – profitieren von der Restwärme des Motors, windgeschützt und relativ ruhig
  • Garagen und Carports – bieten Wetterschutz und oft zusätzliche Versteckmöglichkeiten
  • Gartenhäuser und Schuppen – ruhig gelegen, werden selten kontrolliert
  • Dämmschichten – warme Isolierung wird sowohl als Unterschlupf als auch als Nistmaterial genutzt

Die Wintermonate von November bis Februar sind dabei besonders kritisch, da die Temperaturdifferenz zwischen draußen und den warmen Verstecken am größten ist. Marder nutzen in dieser Zeit jede verfügbare Wärmequelle in menschlichen Siedlungen aus.

Der Dachboden als Winterquartier

Dachböden sind für Marder im Winter besonders attraktiv, da sie optimale Bedingungen bieten: Sie sind deutlich wärmer als der Außenbereich durch aufsteigende Heizungswärme, trocken und oft mit perfektem „Nistmaterial“ in Form von Dämmstoffen ausgestattet. Bereits eine Öffnung von fünf Zentimetern Durchmesser genügt, damit sich die wendigen Kletterer Zugang verschaffen können.

Typische Anzeichen für Marder auf dem Dachboden im Winter:

  • Nächtlicher Lärm zwischen 22 und 6 Uhr morgens – Poltern, Rascheln, Kratzen, Scharren, Rollen von Gegenständen oder sogar lautes Kreischen
  • Kratzgeräusche in Zwischendecken oder Dämmschichten
  • Spuren von Kot (8-10 cm lang, gedreht, oft mit sichtbaren Nahrungsresten)
  • Intensiver Uringeruch, besonders bei Reviermarkierungen
  • Beschädigte Dämmung oder zerrissene Materialien als Nistmaterial
  • Haarbüschel an rauen Oberflächen oder Dachbalken

Die Schäden, die Marder im Winter auf Dachböden verursachen, gehen weit über nächtliche Ruhestörung hinaus. Zerstörte Dämmung führt zu erhöhten Heizkosten, da die Isolationswirkung stark beeinträchtigt wird. Kot und Urin verursachen nicht nur unangenehme Gerüche, sondern können auch gesundheitliche Risiken bergen. Besonders problematisch: Durch beschädigte Dämmstoffe können Kältebrücken entstehen, die zu Feuchtigkeit und langfristig zu Schimmelbildung führen.

Um weitere Schäden zu verhindern, ist es entscheidend, alle Einstiegswege systematisch zu verschließen. Lockere Dachziegel, beschädigte Lüftungsgitter oder Spalten an Regenrinnen und Dachvorsprüngen sollten umgehend mit engmaschigen Gittern oder anderen Barrieren gesichert werden. Eine gründliche Inspektion des gesamten Dachbereichs hilft dabei, auch versteckte Schwachstellen zu identifizieren.

Weitere Informationen: Marder auf dem Dachboden vertreiben? So werden Sie ihn wieder los

Warum auch Autos im Winter gefährdet sind

Auch der Motorraum ist für Marder im Winter besonders verlockend – die Kombination aus Restwärme, Wetterschutz und relativer Ruhe macht Fahrzeuge zu idealen Winterquartieren. Selbst Stunden nach der letzten Fahrt speichert der Motor noch Wärme, die für die Tierchen überlebenswichtig sein kann.

Warum Motorräume im Winter so attraktiv sind:

  • Wärmequelle: Motor und Abgasanlage bleiben lange warm nach der Fahrt
  • Windschutz: Geschlossener Raum bietet optimalen Schutz vor eisigen Temperaturen
  • Versteckmöglichkeiten: Viele Nischen und Hohlräume zum Verkriechen
  • Weiche Materialien: Dämmmatten und Gummischläuche als „Spielzeug“ und Nistmaterial

Typische Schäden am Fahrzeug:

  • Zündkabel und Schläuche: Durchgebissen oder angenagt
  • Dämmmatten: Zerstört oder als Nistmaterial verwendet
  • Kühlschläuche: Löcher können zu kostspieliger Motorüberhitzung führen
  • Kabelbäume: Teure Elektronik-Reparaturen durch Kurzschlüsse
  • Luftfilter: Verstopfung durch eingeschlepptes Nistmaterial

Besonders gefährdet sind auch Saisonfahrzeuge wie Wohnmobile, Oldtimer oder Motorräder, die über den Winter abgestellt werden. Die fehlende Störung durch regelmäßige Nutzung macht sie zu perfekten Winterquartieren. Ein Marderschaden fällt oft erst im Frühling beim ersten Start auf – dann aber meist mit teuren Folgen, die bis hin zum Totalausfall reichen können.

Menschliche Infrastrukturen als Überlebensvorteil in der kalten Jahreszeit

Die moderne menschliche Infrastruktur bietet Mardern im Winter eine Vielzahl an Ressourcen, die ihre Überlebenschancen deutlich erhöhen und damit auch ihr Vorkommen in Siedlungsgebieten nachhaltig beeinflussen:

Wärmequellen:

  • Fahrzeuge mit warmen Motorräumen als mobile Heizungen
  • Geheizte Gebäude mit warmen Dachböden und Zwischendecken
  • Garagen und Carports als beheizte Wetterschutz-Zonen

Reichhaltiges Angebot von Nahrung:

  • Mülltonnen mit Essensresten – auch im Winter eine zuverlässige Nahrungsquelle
  • Komposthaufen mit organischen Abfällen
  • Vogelfutterstellen locken Beutetiere wie Mäuse und Vögel an

Versteckmöglichkeiten:

  • Komplexe Gebäudestrukturen mit vielen unzugänglichen Hohlräumen
  • Moderne Dämmstoffe als perfektes, weiches Nistmaterial
  • Selten kontrollierte Bereiche wie Dachböden, Garagen oder Keller

Zuverlässiger Marderschutz im Winter

Da Marder keinen Winterschlaf halten und sogar verstärkt menschliche Unterschlupfe nutzen, ist eine professionelle Marderabwehr – im Sommer wie im Winter – unerlässlich. Die bewährten STOP&GO Produkte machen Dachboden, Motorraum und Co. dauerhaft mardersicher:

STOP&GO Ultraschallgeräte: Senden wechselnde Hochfrequenztöne aus, die Marder als störend empfinden. Besonders das STOP&GO 4B Ultraschallgerät eignet sich durch seine wetterfeste Bauweise ideal für Dachböden, Motorräume und den Garten.

STOP&GO Hochspannungsabwehr: Diese Systeme nutzen leichte, aber wirkungsvolle elektrische Impulse, um Marder fernzuhalten. Ähnlich wie bei einem Weidezaun erhalten die Tiere beim Betreten eines geschützten Bereichs einen ungefährlichen, aber abschreckenden Stromstoß. Besonders effektiv, da Marder nach einer Berührung den Bereich dauerhaft meiden. STOP&GO Marderabwehr bietet sowohl fahrzeuggebundene Systeme für den direkten Einbau im Motorraum als auch festinstallierte Varianten für Garagen, Dachböden und Gartenhäuser.

STOP&GO Duftscheibe: Verbreitet einen Geruch, den Marder instinktiv mit Gefahr verbinden. Sie lässt sich flexibel anbringen und bietet durch die großzügige Verdunstungsfläche eine gleichmäßige Wirkung bis zu 6 Monaten.

STOP&GO Anti-Marderspray: Ideal zur punktuellen Anwendung an Einstiegslöchern oder Laufwegen. Der intensive Geruch hält Marder zuverlässig fern.

STOP&GO ROOFTOP: Das akkubetriebene Multifunktionsgerät bietet flexiblen Marderschutz ohne festen Einbau. Per Fernbedienung lassen sich zwei Betriebsmodi wählen: Auf dem Fahrzeugdach schützt es mit Ultraschall und warnt bei unbefugtem Entfernen mit Alarm. In Gebäuden kombiniert es Ultraschall mit regelmäßigen Lichtblitzen für optimalen Rundumschutz.

STOP&GO Marderabwehrgeräte
Die STOP&GO Marderabwehrgeräte bieten ganzjährigen Schutz – auch bei Kälte und Nässe bleiben sie zuverlässig aktiv.

Fazit: Das ganze Jahr über rundum geschützt

Der weit verbreitete Irrtum vom Marder Winterschlaf ist gefährlich und führt jedes Jahr zu kostspieligen Marderschäden. Marder halten keinen Winterschlaf und sind auch in der kalten Jahreszeit sehr aktiv. Sie suchen gerade im Winter verstärkt warme, geschützte Orte wie Motorräume, Dachböden und Garagen auf.

Wer davon ausgeht, dass im Winter „Marder-Ruhe“ herrscht und auf präventive Abwehrmaßnahmen verzichtet, riskiert erhebliche Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden. Die Kombination aus kontinuierlicher Aktivität und der verstärkten Nutzung menschlicher Infrastruktur macht Marder gerade in den Wintermonaten zu einer potenziellen Gefahr für Auto, Haus und Hof.

Eine ganzjährige Marderabwehr mit professionellen Systemen wie den STOP&GO Produkten ist die beste Lösung, um sich dauerhaft zu schützen. Denn nur wer das ganze Jahr über vorsorgt, kann sicher sein, dass Marder keine kostspieligen Schäden verursachen – weder im vermeintlich ruhigen Winter noch in den aktiven Sommermonaten.

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