Warum verursachen Marder im Frühling mehr Autoschäden?

März 2026 • Lesezeit: 7 Min.

Von Selina Gläser, Sales & Marketing Managerin bei STOP&GO

Marder verursachen im Frühling besonders viele Autoschäden, weil sie ihr Revier in dieser Zeit stärker verteidigen, vermehrt Duftmarken setzen und auf fremde Spuren aggressiver reagieren. Laut GDV ist die Gefahr für Marderschäden vor allem in den Monaten April bis Juni besonders hoch. Ganz auf das Frühjahr beschränkt ist das Risiko jedoch nicht: Da Marder das ganze Jahr über aktiv sind, können sie auch ganzjährig Duftspuren an Fahrzeugen hinterlassen. Wird ein Auto mit diesen Gerüchen in einem fremden Revier abgestellt, kann das jederzeit aggressive Reaktionen des dort ansässigen Marders auslösen. Der Beitrag ordnet die aktuelle Frühjahrs-Hochphase der Tiere ein, erklärt ihr saisonales Verhalten und zeigt, welche Schutzmaßnahmen am Auto sinnvoll sind.

Welche Monate sind statistisch am gefährlichsten für Marderschäden am Pkw?

Die gefährlichsten Monate für Marderschäden am Auto sind April bis Juni. Laut einer Gesamtstatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) liegt die Schadenshäufigkeit bei kaskoversicherten Fahrzeugen im April bereits 38 Prozent über dem Jahresdurchschnitt, im Mai sogar 64 Prozent darüber.1 Wie deutlich sich diese saisonale Spitze vom restlichen Jahr abhebt, zeigt auch Abbildung 1. Damit ist das Frühjahr die klare Hochphase für Marderverbisse an versicherten Pkw. Für Autofahrer bedeutet das: Gerade in den Frühlingsmonaten lohnt sich ein besonders genauer Blick in den Motorraum – idealerweise wird aber schon vorher mit passenden Schutzmaßnahmen vorgesorgt.

Marderaktivität nach Monaten
Abb. 1: Marderaktivität nach Monaten

Warum ist die Gefahr für Marderschäden im Frühling so hoch?

Im Frühjahr steigt das Risiko für Marderschäden am Auto deutlich, weil mehrere Faktoren gleichzeitig wirken. Dazu zählen vor allem das veränderte Verhalten der Tiere in der Paarungs- und Revierzeit. Doppelt gefährlich wird es, wenn die Urlaubszeit losgeht, vor allem, wenn diese mit der Paarungszeit der Tiere zusammentrifft.

Biologische Gründe für gesteigerte Marder-Aggressivität im Frühjahr

Ein wichtiger Grund für die erhöhte Aggressivität von Mardern im Frühjahr ist das veränderte Revierverhalten der Tiere. Steinmarder markieren ihr Gebiet dann häufiger mit Duftmarken, kontrollieren es aktiver und legen größere Strecken zurück. Fremde Duftmarken nehmen sie in dieser Phase besonders schnell als Bedrohung wahr.

Auch wenn die eigentliche Paarungszeit erst von Juni bis August stattfindet, verändert sich das Verhalten der Tiere bereits im Frühjahr deutlich. Vor allem männliche Steinmarder erweitern dann ihr Streifgebiet innerhalb ihres Reviers vom Winter bis zur Paarungszeit teils erheblich – in einem beobachteten Fall sogar auf das Fünffache.3 Reviere sind nicht scharf abgegrenzt, sondern gehen in Randbereichen oft fließend ineinander über. In diesen Randzonen treffen Marder dann häufiger auf fremde Duftmarken oder sogar direkt auf andere Marder. Da Steinmarder als Einzelgänger gleichgeschlechtliche Artgenossen im eigenen Territorium nicht dulden, steigt damit automatisch die Zahl möglicher Revierkonflikte, und mit ihr die Marder-Aggressivität.

Warum Marder Autos beschädigen, folgt demselben Grundprinzip: Trägt ein Fahrzeug die Duftspur eines Marders in ein fremdes Revier, kann das dort als Eindringen in das eigene Revier wahrgenommen werden. Die Folge ist oft eine aggressive Reaktion – zum Leidwesen von Kabeln, Schläuchen und Dichtungen.

Auch weibliche Tiere reagieren in dieser Phase sensibler, weil mit etwa Mitte März die Jungenaufzucht beginnt und der Bereich um den Wurfplatz stärker verteidigt wird.3

Warum steigt das Risiko für einen Marderschaden am Auto bei häufigem Standortwechsel?

Häufige Standortwechsel erhöhen zusätzlich das Risiko für Marderschäden, weil ein Auto dabei immer wieder in neue Marderreviere gelangt. Haftet bereits der Geruch eines anderen Marders am Fahrzeug, kann das am nächsten Stellplatz eine aggressive Reaktion auslösen.

Besonders relevant ist das in der Urlaubszeit, wenn Fahrzeuge in kurzer Zeit an mehreren Orten abgestellt werden. Mit jedem neuen Stellplatz steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein anderer Marder auf fremde Duftspuren am Auto reagiert. Das macht reisende Fahrzeuge besonders anfällig für wiederholte Marderschäden. Das Gleiche trifft auch auf Fahrzeuge von Berufspendlern zu.4

Sind Marder nur im Frühling ein Problem?

Nein, Marder sind nicht nur im Frühling ein Problem. Der Frühling ist zwar die Phase der höchsten Rate an Marderschäden, doch grundsätzlich können Schäden am Auto das ganze Jahr über entstehen. Steinmarder sind in allen Jahreszeiten aktiv und halten sich je nach Jahreszeit aus unterschiedlichen Gründen in der Nähe von Autos auf – mal als geschützter Rückzugsort, mal im Zuge von Revierverhalten, Paarungszeit oder bei der Erkundung neuer Gebiete. Dabei hinterlassen sie am Fahrzeug fast immer Duftspuren – auch dann, wenn sie den Motorraum nur als Rückzugsort nutzen.

Marderverhalten nach Jahreszeit im Überblick:

  • Dezember bis Februar: Marder suchen bei Kälte geschützte und warme Rückzugsorte. Besonders länger abgestellte Fahrzeuge können dann als Unterschlupf attraktiv werden.
  • März bis Mai: In dieser Phase steigt das Risiko für Marderschäden besonders stark. Revierpflege, intensivere Duftmarkierung und aggressives Reagieren auf fremde Spuren machen das Frühjahr zur Hochsaison.
  • Juni bis August: Jetzt beginnt die Paarungszeit. Vor allem männliche Tiere sind sehr aktiv, legen größere Strecken zurück und reagieren durch den hohen Konkurrenzdruck oft aggressiver.
  • September bis November: Jungtiere lösen sich von der Mutter und erkunden eigene Gebiete. Gleichzeitig nimmt die Suche nach Verstecken und geschützten Plätzen wieder zu.
Marderverhalten nach Monaten

Abb. 2: Marderverhalten nach Monaten

Welche Arten von Marderschutz sind im Frühling am effektivsten?

Am wirksamsten ist ein Marderschutz, der nicht erst im Frühjahr, sondern möglichst ganzjährig und präventiv greift. Zwar gilt das Frühjahr als Hochsaison für Marderschäden, die tatsächlichen Kosten entstehen aber über alle Monate hinweg. Das zeigen die aktuellen GDV-Zahlen für 2024: Rund 252.000 kaskoversicherte Fahrzeuge in Deutschland wurden durch Marderverbisse beschädigt, das sind 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch deutlicher stieg der Schadenaufwand: Er legte um 22 Prozent von 128 auf 157 Millionen Euro zu.1, 5 Abbildung 3 zeigt zudem, dass dieser seit 2020 kontinuierlich gestiegen ist. Im Schnitt kostete ein einzelner Marderschaden etwa 620 Euro. Bei Elektroautos können die Kosten noch höher ausfallen, weil beschädigte Hochvoltkabel häufig nur komplett ersetzt werden können.

Marderschadenaufwand in Mio. Euro von 2020 bis 2024

Abb. 3: Marderschadenaufwand in Mio. Euro von 2020 bis 2024

STOP&GO Marderabwehr bietet hierfür effektive, zuverlässige Schutzlösungen. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Schutzarten in Frage kommen, wie sie funktionieren und was Sie wissen sollten:

Schutzart Wie es funktioniert Vorteile Gut zu wissen
Duftmarken-Entferner
STOP&GO Duftmarken-Entferner
Effektive Vorbehandlung & Entfernung vorhandener Duftspuren im Motorraum, Unterboden, Innenseite der Motorhaube, Kotflügel und Radkästen. Einfach und schnell anzuwenden; unbedenklich für Fahrzeugelektronik und alle weiteren Materialien im Motorraum. Sollte immer vor jeder Installation einer Marderabwehrmaßnahme angewendet werden.
Ultraschallabwehr
4B Batterie Ultraschallgerät
STOP&GO ROOFTOP Ultraschall Marderabwehrgerät
Gibt Ultraschallsignale in Frequenzbereichen oberhalb der menschlichen Hörgrenze ab, die Marder als Gefahr durch natürliche Feinde wahrnehmen. Tierschonend, einfach einsetzbar, langfristige Abwehr möglich, kein Gewöhnungseffekt. Ein konstanter Frequenz- und Intervallwechsel verhindert einen Gewöhnungseffekt.
Hochspannungs-Ultraschall-Abwehr
STOP&GO 7 PLUS-MINUS Hochspannungsgerät mit Ultraschall
Kombiniert Ultraschallsignale mit kurzen Hochspannungsimpulsen über doppelpolige Edelstahl-Kontaktplatten im Motorraum. Bei Berührung kurzer Stromschlag – ähnlich dem Weidezaunprinzip. Doppelte Abschreckung, kein Gewöhnungseffekt, besonders wirkungsvoll. Eine integrierte Panikschutzschaltung sorgt für Impulspausen, damit das Tier das Umfeld sicher verlassen kann.
Duftabwehr
STOP&GO Duftscheibe
STOP&GO Anti-Marderspray
Gibt Duftstoffe ab, die für den Marder nach natürlichem Feind riechen. Kostengünstig, einfach anzuwenden, guter Einstieg in den Marderschutz. Eine integrierte Ablaufdatum-Lasche erleichtert die termingenaue Wartung.
Mechanischer Schutz
Mechanischer Marder Schutz – Schutzschläuche
Schützt einzelne gefährdete Fahrzeugteile, etwa Leitungen, mit bissfesten Materialien wie speziellen Schutzschläuchen. Direkter Schutz an besonders anfälligen Stellen. Mechanische Lösungen schützen meist nur einzelne Bereiche und sollten mit einem weiteren Schutzsystem kombiniert werden.

Tab. 1: Marderabwehr-Lösungen – Funktion, Vorteile und Hinweise

Viele Marderschäden bleiben zunächst unbemerkt und fallen oft erst durch Warnleuchten oder beim Werkstattbesuch auf. Umso wichtiger ist es, frühzeitig vorzubeugen. Mehr hilfreiche Informationen zu den Lösungen mit der STOP&GO Marderabwehr finden Sie in diesem Beitrag: Marder für immer vertreiben – Effektive Lösungen mit der STOP&GO Marderabwehr für nachhaltigen Schutz!


Quellen:
1 GDV: Mardersaison
2 Wildtierportal BW
3 Oeko-log: Steinmarder
4 Wildtiermanagement: Steinmarder Biologie
5 ADAC: Vorsicht Marder

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